Workshop zur Erstellung eines Schutzkonzepts bringt Klärungen

Wolfring. Zum Workshop zur Erstellung eines pfarrlichen Schutzkonzeptes kamen zahlreiche Vertreter der Pfarreien/Pfarreiengemeinschaften im Dekanat Nabburg zusammen. Fr. Dr. Helmig, die diözesane Beauftragte für Kinder- und Jugendschutz, gestaltete einen kurzweiligen Fortbildungstag zum Thema „Wie erstellen wir ein Schutzkonzept für unsere Pfarrei“. Mit zahlreichen Hilfen und einem anschaulichen Fahrplan machte sie es den Teilnehmern klarer, wie dabei vorzugehen ist.

Wichtig ist vor allem, dass nicht das Papier am Ende entscheidend für das Gelingen dieses Projektes ist, sondern die Arbeit mit den Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen, die in unseren Pfarreien mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, und natürlich mit den Kindern und Jugendlichen selbst. Sowohl die Sensibilisierung der Kinder- und Jugendbetreuer, als auch die Stärkung der Kinder und Jugendlichen, mit Mut ihre Sorgen anzusprechen, sei das Ziel der Arbeit am Schutzkonzept. Dazu sei ein guter Austausch vor Ort nötig.

Neben der Risikoanalyse (in welchen Feldern der pastoral gibt es ein potentielles Risiko?), der Primärprävention (Stärkung der Kinder und Jugendlichen), dem Blick auf die Mitarbeitenden, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben (erweitertes Führungszeugnis, Verhaltenskodex), und einem gut ausgebauten Beratungs- bzw. Beschwerdemanagement soll Kindern und Jugendlichen in der Pfarrei Hilfe in allen Lebenslagen möglich sein und am Ende Gewalt und Missbrauch verhindert werden. Zum Qualitätsmanagement gehört es, regelmäßig die Abmachungen des Schutzkonzepts zu überprüfen und ggf. Anpassungen vorzunehmen.

Neben der Arbeit war auch genügend Zeit, um miteinander ins Gespräch zu kommen und das Weiterarbeiten vor Ort zu besprechen. Innerhalb eines Jahres wollen sich die Projektgruppen wiederum zu einem Austausch auf Dekanatsebene treffen, um sich gegenseitig vom Stand der Entwicklungen zu berichten.

Schreibe einen Kommentar